Lerne, wie man durch die richtige Zukunftsdenkweise mit Unsicherheit tanzen kann!

Der Umgang mit der Zukunft

Der Umgang mit der Zukunft ist beides, spannend und beängstigend. Beide Gefühl können sowohl nacheinander als auch gleichzeitig auftreten. Aber warum fürchten wir uns vor der Zukunft, wenn wir doch auch ein Teil von ihr sind und sie dadurch sogar aktiv gestalten können? Letztendlich wird die Zukunft aus der Vergangenheit gebaut, sie ist im Jetzt präsent und führt uns zu dem, was noch kommt.

Als Futuristen sind wir uns bewusst, dass es mehr als eine Zukunft gibt, und darüber hinaus, dass “die Zukunft nicht studiert werden kann, weil die Zukunft noch nicht existiert”, was auch in Dator’s (2005, S.5) “Erstes Gesetz der Zukunft” beschrieben wird. Der “Kegel der Zukunft (Futures Cone)“ weist uns jedoch darauf hin, dass es mögliche, plausible und bevorzugte Zukünfte gibt, die wir erforschen können (Voros 2003). Aber wie erkunden wir diese oder sind wir doch nur stiller Beobachter, während die Zukunft an uns vorbeizieht?

Als ich angefangen habe mich mit Strategic Foresight oder auch strategischen Vorausschau genannt, zu beschäftigen, war ich sofort von der Idee fasziniert, Entscheidungsträger dabei unterstützen zu können sich besser auf die Zukunft vorzubereiten. Als Futuristen suchen wir nach schwachen Signalen, die am Horizont auftauchen und einen bereits identifizierten Trend unterstützen oder abschwächen. Wir suchen nach aufkommenden Technologien, sozialen Erscheinungen, wirtschaftlichem Wachstum oder Rezession und beschäftigen und mit Fragen zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Zudem versuchen wir Verbindungen, Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen diesen Phänomenen zu identifizieren. Wir evaluieren, formen und gruppieren, bis wir schließlich mehrere Bilder der Zukunft — so genannte Szenarien — bilden können. Die Zukunft wird durch diesen Prozess zu einem Bild geprägt, das durch verschieden Gruppendynamiken der beteiligten Experten geformt wird. Am Ende scheint dies damit ein ziemlich rationaler Prozess zu sein, bis jedoch jemand die Frage stellt, wie eigentlich die eigene Zukunft oder die Zukunft des eignen Unternehmens in fünf oder zehn Jahren aussehen könnte. Dann wird dieser sehr rationale Prozess persönlich und scheint sehr viel schwerer zu beantworten zu sein. Aber warum unterscheiden wir zwischen persönlicher und nicht-persönlicher Zukunft, und von welchen sind wir stärker berührt beziehungsweise welche der beiden ist eigentlich für uns leichter vorstellbar?
Durch die Verbindung dieser Beobachtungen, werde ich in diesem Beitrag die Praxis des Strategic Foresight aus drei verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die drei Perspektiven sind zum einen der geschäftliche Kontext, der sozial-politische Kontext und schließlich der persönliche Kontext.

Strategic Foresight im geschaeftlichen Kontext

Die Zukunft wird von Unternehmen und Organisationen im Allgemeinen unterschätzt oder vernachlässigt. Manager, die im Namen der Aktionäre handeln, denken eher kurzfristig als sich mit langfristigen strategischen Fragen zu befassen (Van der Duin 2008). Der Kernwert der strategischen Vorausschau (Strategic Foresight) im geschäftlichen Kontext liegt jedoch darin, dass es Entscheidungsträger in die Lage versetzt, Marktbewegungen frühzeitig zu erkennen, und die Chance bieten, als First Mover, Pioneer oder Visionär auf dem Markt zu agieren (Vecchiato 2014). Heutzutage gelten Innovationen als die beste Strategie, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Dabei stehen Innovationen nicht nur für Produkte und Dienstleistungen, sondern auch dafür, wie Unternehmen agieren und wie sie sich von der Konkurrenz abheben (Van der Duin 2008).

Die Zukunftsdenkweise mir ihren Methoden entwickelt dabei einen Mechanismus, der Unternehmen dabei unterstützt, schwache Signale zu erkennen, sie zu interpretieren und eine schnelle Reaktion einzuleiten

Dieser Einfluss wirkt auch in die entgegengesetzte Richtung: Unsere gegenwärtigen Gedanken und Überzeugungen beeinflussen auch die Zukunft (Van der Duin 2008). Die Beziehung zwischen Gegenwart und Zukunft macht die Entwicklung von Zukunftsbildern jedoch nicht einfacher und führt folglich zu einer Verlagerung von der Vorhersage der Zukunft hin zur “Erforschung der Zukunft” (Van der Duin 2008):

  • Listenpunkt 1
  • Listenpunkt 2
  • Listenpunkt 3

Eine ähnliche Wirkung lässt sich im politischen Kontext der strategischen Vorausschau beobachten. Gestaltet der Staat die Zukunft, indem er Gesetze und Vorschriften festlegt, so wie die Regierung es in Deutschland versucht, die E-Mobilität durch Steuererleichterungen zu forcieren, oder ist der Staat heute nur noch ein Akteur und die Gesellschaft entscheidet, welche Zukunft sie akzeptieren will? Letztendlich kommt es auf die Überzeugungskraft der Politik an.

Deine Tanja!

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Futures are my great passion and I enjoy inspiring people with this topic. In my blog, I summarise the principles of a Futures Mindset, offer inspiration for shaping the future and inspire future enthusiasm by enabling people to understand the future in a new way.

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